BASU fordert Fahrrad-Hub-Projekt für »Ehrenwortplatz«



Bauflächen dürfen in Zeiten eines fundamentalen Strukturwandels nicht mehr fantasielosen Bodenversiegelern überlassen werden.

18-05-2021 - | Bürger:innen müssen Mitbestimmungsrecht bekommen, um ihre Stadt aktiv mitgestalten zu können.

Nachdem ein Teil der Freiligrathstrasse vor wenigen Jahren zu einem Vorzeigefahrradweg entwickelt und umgebaut wurde, muss nun auch die gesamte Infrastruktur Wilhelmshavens für den Fahrradverkehr dringend einer nachhaltigen Überarbeitung unterzogen werden.

Es wird zunehmend deutlicher, dass Wilhelmsahaven ein Defizit an fundamentalen Zukunftsoptionen hat.

Gerade den jungen Menschen fehlen attraktive Zukunftsanreize, um nicht abzuwandern.

Das Gelände direkt am Bahnhof sollte daher zu einem innovativen nachhaltigen Zukunftsleuchtturm umgestaltet werden, der über die Stadtgrenzen hinaus ein deutliches Zeichen setzt.

Die BASU schlägt deshalb vor, den von den Bürger:innen als "Ehrenwortplatz" titulierten Bauraum direkt am Hauptbahnhof, auf dem einst ein C&A-Gebäude stand, in einen Mix aus Fahrrad-Hub, temporärem Wohnraum, "Jungendherberge", Co-Workspace und Verleih- und Parkmöglichkeiten im Bereich der zunehmenden Fahrrademobilität umzugestalten.

Im Rahmen des Klimawandels wird deutlich, dass immer mehr Steuermittel in den Struktur- und Wirtschaftswandel wandern, mit denen vorher nie geglaubte Projekte entwickelt werden können.

Die Ankündigung Niedersachsens bis 2025 300 Millionen Euro in die Fahrradinfrastruktur zu investieren und die der Bundesregierung bis zum Jahr 2030 ca. 1,5 Milliarden Euro auszugeben, um Deutschland zum "Fahrradland" werden zu lassen, ist ein deutliches Signal auch an das Oberzentrum Wilhelmshaven.

Dänemark und die Niederlande sind Vorbild

In Groningen oder Utrecht sind Fahrradstatonen am Hauptbahnhof Realität. Wilhelmshaven als Oberzentrum hätte sich ein Beispiel an Zukunftsstädten nehmen müssen, wo sich Fahrräder als effektivstes Fortbewegungsmittel längst etabliert haben.

Wilhelmshaven braucht dringend junge Menschen

Um Wilhelmshavens Attraktivität für junge Menschen zu steigern, braucht es deutliche Anreize. Der nun von der BASU vorgeschlagene Mix aus Fahrrad-Hub, temporärem Wohnraum, "Jungendherberge", Co-Workspace und Verleih- und Parkmöglichkeiten im Bereich der zunehmenden Fahrrademobilität, könnte ein echtes Zukunftshighlight des Oberzentrums Wilhelmshaven werden, das über die Stadtgrenzen hinaus strahlen würde und garantiert viele Nachahmer finden würde.

Zusätzlich könnten in direkter Nähe zum Wilhelmshavener Hauptbahnhof Ladestationen mit Ökostrom entstehen und eine Servicestation für Fahrrad-Emobilität. Die Struktur der Wilhelmshavener Fahrradhändler könnte in das Projekt mit eingebunden werden, um deren Serviceangebot darzustellen, oder, um die Vielseitigkeit der Rad-Elektromobilität Besucher:innen schmackhaft zu machen. Die sich ausbreitende Elektrorollerflotte könnte dort einen Platz innerhalb des Projektes als Standort bekommen und es könnten mehrgeschossige Fahrradabstellplätze integriert werden. 

Die direkte Erreichbarkeit des Fernverkehrs, die direkte Anbindung an den ÖPNV und die Konsummöglichkeiten der Innenstadt würden miteinander verschmelzen, den Tourismus zusätzlich ankurbeln, die Attraktivität Wilhelmshavens deutlich steigern und nachhaltige Zukunftsarbeitsplätze schaffen.

Pendler könnten das Rad für das letzte Stück zum Arbeitsplatz leihen, ein kostenloses Parkhaus oder Abo-Angebote für Fahrräder und Stellplätze nutzen oder den Service einer Reparaturwerkstatt in Anspruch nehmen. In Kombunation mit Radschnellwegen, ausgestattet mit Sensoren, die bei Nässe ein schnelleres Losfahren an Ampeln ermöglichen, könnte Wilhelmshaven zum ernstzunehmenden Fahrradhotspot entwickelt werden.

Bürger:innen müssen die Möglichkeit bekommen, Wilhelmshaven aktiv mitzugestalten

Zusammen mit den Bürger:innen müssen fantasievolle und zugleich richtungsweisende Zukunftskonzepte nicht nur für diese oder andere "Baulücken" entwickelt werden. Optionen der aktiven direkten Demokratie müssen installiert werden. Vorstellbar wäre eine Verfahrensweise, wie bei "Step Plus" oder ein Szenario wie die "Banter See Konferenz".

Bundesweit wurde schon ein Bürgerrat ins Leben gerufen, und Berlin bekommt den ersten "von unten" initiierten Klima-Bürgerrat in Deutschland.

Das sind deutliche Zeichen, auch die Bürger:innen Wilhelmshavens zukünftig nicht nur direkt in zukunftsweisende Baugrundentscheidungen mit einzubeziehen.

Wir richten einen erneuten Appell an den Oberbürgermeister Carsten Feist, um einen grundlegenden aber dringend notwendigen und zukunftorientierten Strukturwandel mit wirklichen Optionen für junge Menschen umzusetzen.

Wolf-Dietrich Hufenbach
BASU | Wilhelmshaven
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