24|08|2015
BASU setzt sich für den Schutz des Grundwassers ein



Auch in unserer Region ist das Trinkwasser durch die Ausbringung von Pestiziden bedroht.

Pflanzenschutzmittel und Nitrat Hauptrisikofaktoren – Vorschlag: Aktion Jahr der Nachhaltigkeit 2016

Grund ist die besorgniserregende Erkenntnis, das Pflanzenschutzmittel und eine erhöhte Konzentration von Nitrat im Grundwasser nachgewiesen wurden.

"Umfangreiche Untersuchungen des NLWKN belegen landesweite Belastung" hiess es in einer Pressemitteilung des Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz [NLWKN] am 23. Juni 2015.

"Langfristig werden durch tiefere Bohrungen, um überhaupt noch an unbelastetes Grundwasser gelangen zu können, immer höhere Kosten für die Verbraucher entstehen. Zusätzlich werden intensivere Reinigungsverfahren die Trinkwasserzubereitung verteuern", sagte Helga Weinstock auf der letzten Sitzung der BASU.

Anette Kruse-Janßen ergänzte: "Es gilt hier vorzubeugen und Lobbyisten, wie "Monsanto", im wahrsten Sinne des Wortes, das Wasser abzugraben. Deren Pflanzenschutzmittel "Glyphosat", besser bekannt als "Roundup", steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen."

Z. Zt. versuchen die Lobbyisten des Agro-Konzerns im Europäischen Parlament eine Neuzulassung für das Pflanzenschutzmittel "Glyphosat" durchzusetzen. Die Unterlagen dazu werden geheim gehalten.

Das Hauptgeschäft machte Monsanto, vor der Entwicklung genveränderter Pflanzen und genverändertem Saatgut, mit der Produktion und dem Vertrieb von Pestiziden. Inzwischen ist eine Kombination beider Betriebszweige Basis des Hauptumsatzes des amerikanischen Konzerns. Das führt vor allen Dingen in Südamerika zu Monokulturen [Soja], der Verdrängung von Kleinbauern und einer Verseuchung der Ackerböden und deren Umgebung, weil immer mehr Pflanzen Resistenzen entwickeln und so immer mehr Pestizide ausgebracht werden müssen.
 
Der OOWV [Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband] legte in dem Film der ZDF-Serie "planet e" mit dem Titel "Zeitbombe im Trinkwasser - Nitrat belastet das Grundwasser" vom 19. Juli 2015 dar, dass man teilweise schon heute wesentlich tiefer bohren muss, um noch an sauberes Grundwasser zu gelangen:
Zitat: " ... Derweil sind viele Wasserversorger alarmiert. Sie müssen inzwischen immer tiefer bohren, um an sauberes Wasser heranzukommen. Planet e. zeigt, wie solche Brunnen um bis zu 40 Meter tiefergelegt werden. Für den Bereichsleiter Trinkwassergewinnung und Grundwasserschutz beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), Egon Harms eine dramatische Entwicklung: „Danach ist Schluss, darunter ist kein brauchbares Wasser mehr". ... "


In Wilhelmshaven verteilte man 2014 auf dem JadeWeserPort 4.500 Tonnen Gülle.

Grund für die Trinkwasserbelastung sind nicht nur Pflanzenschutzmittel, sondern hauptsächlich die Überdüngung durch die massive Ausbringung von Gülle.

Beide Risikofaktoren sind Anlass dringend Maßnahmen einzuleiten, die verhindern, dass das Grundwasser in etwa 3 Jahrzehnten verseucht sein könnte.

Die BASU apelliert auch an die Einzelverbraucher, die Glyphosat in Baumärkten erwerben, um es in Kleingärten oder auf Gehwegen einzusetzen, um Unkraut zu bekämpfen. Diese Angewohnheit, sollte man durch ungiftige Alternativen selbst abstellen. Auch die Stadt Wilhelmshaven ist angehalten, den Einsatz von unkrautvernichtenden Chemiekalien auszusetzen und umweltverträgliche Alternativen in die tägliche Arbeit zu integrieren.

Helga Weinstock, Ratsftrau der BASU, wies in der letzten Sitzung daraufhin, dass das Jahr 2015 auf Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 zum "Euro­päischen Jahr für Entwicklung" erklärt wurde und "ein Schwerpunkt auf der Frage liegt, was jeder und jede Einzelne und die Europäer gemeinsam zur nachhaltigen Entwicklung beitragen können." 

Auch die Bundesregierung erklärte das Jahr 2015 zum Jahr der Nachhaltigkeit.

Helga Weinstock: "In Wilhelmshaven ist davon leider nicht viel zu spüren. Besonders bitter ist, dass mit dieser Aktion auch Fördermittel der EU in Verbindung stehen, die Wilhelmshaven für seine zukünftige Entwicklung gut gebrauchen könnte. Auch Schulen beteiligen sich an den Aktionen mit Ausstellungen und Wettbewerben."

Lothar Hieungs ergänzte, dass das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am 04. Juni 2016 einen Aktionstag für Nachhaltigkeit veranstaltet. Über diesen Aktionstag sollen die Prinzipien der Nachhaltigkeit verbreitet werden.

Jahr der Nachhaltigkeit 2016?
Anette Kruse-Janßen: "Das wäre doch auch etwas für Wilhelmshaven und Friesland, vielleicht 2016, um die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern und auf zukunfstfähige und umweltverträgliche Beine zu stellen."

Ein Nichthandeln wird Wilhelmshaven und die BürgerInnen in vielerlei Hinsicht teuer zu stehen kommen.




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