18|08|2011
BASU - Auch kein Umspannwerk nahe der Antonslust




Wie wir aus der Wilhelmshavener Zeitung entnehmen konnten, hat nun auch die zuständige Bauverwaltung der Stadt Wilhelmshaven erkannt, dass die schon vor Monaten immer wieder vorgetragene Auffassung der BASU zum Industriegebiet Antonslust richtig ist. Dass im Stadtgebiet mehr als ausreichend sofort zur Verfügung stehender Gewerbe- und Industrieflächen vorhanden sind, war der BASU nicht erst bei der Planung des neuen Industriegebietes an der Antonslust bekannt. Die Erkenntnis der Verwaltung kommt zwar spät, aber gerade noch rechtzeitig.

Verwunderlich ist, dass Stadtbaurat Kottek nicht erst die zuständigen Ratsvertreter über die Einstellung der Pläne unterrichtet hat, sonder wir dies wieder einmal durch die Presse erfahren müssen.

Dass die Stadt immer noch von der Notwenigkeit überzeugt ist, dass an der Antonslust  noch ein Umspannwerk errichtet werden muss, ist nicht nachvollziehbar.

Bei den Planungen für das im Bau befindliche Kraftwerk – die BASU lehnte diese Planung ab – haben wir die Antragsteller und auch die Verwaltung der Stadt mehrfach auch zum Thema „Weiterleitung der erzeugten Energie“ befragt.

Von den Kraftwerksplanern wurde immer mitgeteilt, dass das neue Kraftwerk direkt an das vorhandene Umspannwerk Maade angeschlossen wird. Für die Leitung vom Kraftwerk zum Umspannwerk liegt auch eine Genehmigung vor. Auch die Verwaltung machte sehr deutlich, dass es hier keine Probleme gebe, da nur ein kurzes Trassenstück über den Rüstersieler Groden bis zum Umspannwerk Maade benötigt wird.

Da über das damals bekannte Volumen hinausgehende zusätzlich Energie nirgendwo in Wilhelmshaven erzeugt, oder angelandet wird, ist das jetzt geplante neue Umspannwerk vollkommen unnötig.

Erst vor wenigen Wochen hat die BASU die Genehmigungsbehörden für die Anschlussleitung des neuen Kraftwerkes an das Umspannwerk Maade noch einmal angeschrieben. Von hier wurde uns mitgeteilt, dass die Planung geprüft und genehmigt wurde. Auch wurde weder der Antrag, noch die Genehmigung nachträglich verändert. Weiter teilen alle zuständigen Behörden mit, dass ihnen auch keine anderen Planungen, oder Anträge für Leitungen und Umspannkapazitäten bekannt sind.

Wenn heute plötzlich Bedarf für ein zusätzliches Umspannwerk bestehen sollte, muss entweder die Kraftwerksplanung in wesentlichen Teilen falsch sein, oder aber der Rat und die Bevölkerung wurden damals auch von der Verwaltung belogen.

Von daher steht fest, dass die BASU einem zusätzlichen Umspannwerk nicht zustimmen wird.

Alle Ratsvertretern der Stadt, die sich in den letzten Wochen eindeutig gegen den Bau weiterer Kohlekraftwerke auf dem Rüstersieler Groden ausgesprochen haben, sollte diese Planung ebenso ablehnen. Mit der Genehmigung eines zusätzlichen Umspannwerkes würde der Rat nicht nur die Falschangaben/Fehlplanungen heilen, sondern gleichzeitig weiteren Kraftwerksbauten Tür und Tor öffnen. Wenn die Netzbetreiber erst einmal die Genehmigung für zusätzliche Leitungen und Umspannkapazitäten in der Tasche haben, ist dies gleichzeitig ein Argument dafür, dass auch das nächste Steinzeitkraftwerk hier geplant wird.

Auch wenn die Stadt die angeführten 2 Mio. Euro sicher gut gebrauchen kann, wird die BASU einem Umspannwerk nicht zustimmen.

Bild: GRUPPO|635 - hufenbach









Gruppe: BASU | THOLEN
Joachim Tjaden, Barbara-Oberbloibaum, Claus Westerman, Joachim Ender, Gerold Tholen


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