08|04|2016
JadeWeserPort: Automatisierung und kein Protest?



Schon heute kann man sich vorstellen, wie es ist, wenn im Geisterhafen von Wilhelmshaven kaum noch Menschen arbeiten.

"Der Hafenbetreiber Eurogate blickt positiv in die Zukunft", so einige Interpretationsversuche der Medien.

Das Milliardengrab Containerterminal Wilhelmshaven am Tiefen Fahrwasser entwickelt sich entgegen dieser "positiven Aussichten" immer mehr zum steuergeldverschlingenden Monstrum, dass man anscheinend mit aller Macht am Leben erhalten möchte.

Anette Kruse Janßen: "Ich bezweifele, dass sich der Containerterminal langfristig zum Segen Wilhelmshavens entwickeln wird. Schon jetzt ist sichtbar, dass die sogenannte Nordrange an Containerumschlagsvolumen verliert."

Der Containerumschlag sank in Nordhäfen insgesamt um 1,6 Prozent. Umschlagsverlagerungen trugen dazu bei, das sich die Eurogate-Bilanz etwas verbesserte, während Hamburg mit einem dramatischen Einbruch von 12,3 Prozent zu den großen Verlierern zählt. Nicht umsonst sucht die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), deren Marktanteil am Containerumschlag in den Hamburger Häfen bei 72 Prozent liegt, nach neuen Märkten.

"Immer wieder die großen Schiffe als Faustpfand für ewiges Wachstum ins Feld zu führen und die Gefahren zu verschweigen, die die Containerverkehre wirklich mit sich bringen, ist angesichts des sich verändernden Wirtschaftsgefüges und der Umwelt ein Zeichen politischer Ignoranz", so Helga Weinstock (Ratsfrau BASU).

Auch Chinas zweitgrößte Reederkonzern "COSCO" verzeichnet hohe Verluste und ist laut Medienberichten tief in die Roten Zahlen gerutscht. Auch dort zeichnet sich, wie in Wilhelmshaven, der Wille zur Automatisierung ab.

Lothar Heiungs: "Wo bleibt denn der Protest der Hafenbefürworter, die den Wilhelmshavenern tausende von Arbeitsplätzen und damit viele Steuereinnahmen versprochen haben? Angesichts dieser Situation müßten auch die Gewerkschaften schon längst deutlichen Widerstand gegen diesen »Automatisierungs-Trend«, wie es Eurogate selbst bezeichnet, zeigen."

Helga Weinstock (Ratsfrau BASU): "Ich als verantwortungsvolle Politikerin, kann und will mich nicht damit abfinden, das wir weiterhin als Land Milliarden Euro und als Stadt Millionen Euro in einem Geisterhafen »versenken«, während das Bildungssystem, der Klimaschutz, die Umwelt oder der zukünftige Arbeitsmarkt auf dem letzten Loch pfeifen! Dieser Hafen nutzt vornehmlich der Privatwirtschaft, die die Verluste gern auf die Allgemeinheit abschiebt. Das zeigen auch die gegenwärtigen juristischen Anstrengungen des Hafenbetreibers und die des Tiefkühllogistikers Nordfrost, der in der Verganhgenheit in einer außergerichtlichen Einigung Pachtzinserleichterungen in Millionenhöhe erwirkte."

Wilhelmshaven, so die BASU, muss endlich erkennen, dass die Stadt einen Wandel in Richtung Nachhaltigkeit vollziehen muss.



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