|
Seit 24-03-2022 online:

Zur Webside (https://help.gov.ua/): [Hilfe für die Ukraine]
Klimawandel
Es wird teuer, auch in Wilhelmshaven. Es wird mehr Unwetter geben, die mehr Schäden verursachen. Die Versicherungen werden teurer, Deiche müssen wegen des steigenden Meeresspiegels erhöht werden, Kreislauferkrankungen werden zunehmen, Dürren und Wüstenbildung werden auch Deutschland betreffen. Wir müssen uns verändern und eine nachhaltige Wirtschaftsordnung muss "altes" Denken ersetzen, um dem Klimawandel etwas entgegensetzen zu können.
Die Auswirkungen der Globalisierung auf Mensch und Natur, so wie wir sie jetzt kennen, ist auf lange Sicht kontraproduktiv und verheerend. Die heutige Logistikdeklination bedeutet unter dem Strich, dass wir den Klimawandel sogar noch beschleunigen.
Ein Bericht über die Uno-Klimakonferenz in Doha zeigt, dass wir mit einem deutlich höheren Temperaturanstieg rechnen müssen, wenn wir so weitermachen, wie bisher.
Da der Mensch den Klimawandel nicht mehr verhindern kann, benötigen wir schon heute eine Anpassungsstrategie.
Politische Fehlentscheidungen:In Wilhelmshaven hat eine Mehrheit von Politikern entschieden, entgegen den Empfehlungen unabhängiger Wissenschaftler, ein weiteres Kohlekraftwerk zu bauen, nicht ohne Raum für weitere optionale Kraftwerksblöcke. Die Jadestadt hat sich so betrachtet dafür entschieden, sich aktiv am Klimawandel zu beteiligen.
Umweltschäden:Schon heute "verschlingt" das alte E.on-Kraftwerk ca. 400 Tonnen Fisch durch das Ansaugen von Kühlwasser aus der Jade, was bedeutet, das kein Fischer mehr ernsthaft seinem Beruf nachgehen kann, um davon leben zu können, ganz zu schweigen von den ungeheuren Mengen an Schwermetallen, die in rund 40 Jahren Betriebszeit den Schornstein verlassen haben, mit dem Kühlwasser in die Jade gelangen und nicht zu vergessen die sogenannte hochkontaminierte Flugasche, die deponiert werden muss.
 Folgen für den TourismusDie Folgen für Mensch, Natur und das Tourismusgeschäft bei anhaltend zügelloser Industriealisierung,
dürften verheerend sein, wenn man bedenkt, das Wilhelmshaven bald einer
der größten Emittenten des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ist. Natürlich trägt auch der Tourismus zum Klimawandel bei und muss selbst auch dazu beitragen, dass die Klimaziele erreicht werden können (Stichwort: Sanfter Tourismust oder Klimawandel, Tourismus und Biodiversität).
Im Tourismus arbeiten mehr Menschen in Niedersachsen, als in der
Industrie. Die folgenden Zahlen belegen, was allein als Arbeitsplatzpotentiel auf dem Spiel
steht:
- 340.000 Beschäftigte in Niedersachsen
- Wertschöpfung von jährlich mehr als 15 Milliarden Euro
- Branche ist Treiber für Wachstum und Beschäftigung in der Dienstleistungswirtschaft
(Stand: 10.03.2011)
Nachaltigkeit: Die Zukunft ist in Wilhelmshaven nur teilweise angekommen. Ein "Energy-Award" mit zwei Kohlekraftwerken auf dem Rüstersieler Groden sind deutliche Hinweise für Realitätsverlust im Zusammenhang mit einer Bekämpfung des Klimawandels. Probleme mit hoher Dringlichkeit, z. B. die Kosten für eine Erhöhung der Deiche, werden in weite Ferne geschoben. Durch dieses Denken wird man ein paar Symptome lindern können, aber die Ursachen nicht lösen. Das werden unsere Nachfahren teuer bezahlen müssen, wenn wir nicht jetzt anfangen zu handeln und unser Bewusstsein verändern. Eine Vorreiterstellung kann Wilhelmshaven nur noch in Teilbereichen einnehmen, allerdings nur, wenn die Jadestadt erhebliche Anstrengungen unternimmt, und den prägenden Indusrtrialisierungswahn, zugunsten einiger weniger, ablegt.
Natur: Wie wir in Zukunft leben, wird ganz davon abhängen, in wie weit wir bereit sind die Umwelt als solche wieder zu begreifen. Wir müssen wieder lernen mit der Natur zu leben und uns von der liebgewonnenen Gewohnheit trennen, sie als Untertan zu betrachten. Eine gesunde Umwelt ist ein wesentlicher Beitrag, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Lediglich Schilder in die Landschaft zu pflanzen und Naturschutzgebiet draufzuschreiben, ist keine Lösung. Wir müssen zukünftig sehr genau überlegen, inwieweit der Mensch in vorhandene Naturreservate mit Industriealisierungsmassnahmen, Freizeit- oder Sportaktivitäten eingreifen darf.
Lobbyarbeit der BürgerInnen: Die "Die Kaiserlichen KanalarbeiterInnen", die Bürgerinitiative "Zeche Rüstersiel", die Bürgerinitiative "Deichzaun-WHV", oder wie in früheren Zeiten die Bürgerinitiative gegen das Titanwerk in Wilhelmshaven sind Ausdruck bürgerlichen Engagements, das immer mehr einzuschlafen droht, auf der anderen Seite aber dringend notwendig ist. Diese "direkte Demokratie" gilt es zu fördern - Schwellen und Hürden zur Mitbestimmung müssen abgebaut werden. Zusammen mit der BASU können Organisationen, Vereine oder NGOs ihre Sorgen, Nöte oder
Anregungen durch Anträge direkt ins Stadtparlament einbringen.
Zusammen:Nur mit einer demokratischen Verknüpfung, also einem echten gemeinsamen Engagement von Volksvertretern und BürgerInnen wird es gelingen, eine glaubwürdige Politik aufzubauen und Politikverdrossenheit auf ein Minimum zu reduzieren, um dem Klimawandel auch in unserer Region konstruktiv begegnen zu können. Grundlegende Basis dafür wird sein, wieviel Mut wir zukünftig aufbringen, um uns zu verändern.
|
|